VfB macht Erstligist das Leben schwer

Am vergangen Samstag traten die Spieler des VfB Friedberg Wasserball zum zweiten Spiel der Saison in Neustadt an. Die Gegner hatten die vergangenen Saisons in der ersten Liga verbracht und waren allein wegen finanzieller Gründe in die 2. Liga abgestiegen.

Dementsprechend war die Aufgabe für die Wasserballer um Trainer Reimann ungleich schwerer als noch eine Woche zuvor beim Auswärtssieg in Fulda.

Die Gastgeber gingen zwar im ersten Viertel durch ihren Spielmacher Matthias Held frühzeitig mit 1:0 in Führung, doch schaffte es der VfB schnell auszugleichen und es entwickelte sich ein spannendes Spiel in dem sich keine der beiden Mannschaften zu irgendeinem Zeitpunkt mit mehr als einem Tor vom Gegner absetzen konnte. Auch die Führung wechselte im weiteren Spielverlauf insgesamt viermal, was das Spiel weiter spannend hielt. So stand es nach Abschluss des ersten Viertels 4:4.

Die Friedberger agierten vor allem in der ersten Spielhälfte souverän und konnten ihre Überzahlen effektiv nutzen. Im weiteren Spielverlauf merkte man allerdings die Anstrengung und so schafften es die Kreisstädter nicht, sich von den Gastgebern abzusetzen.

Mit einem Stand von 8:7 ging es daher in das letzte Spielviertel. Die zahlreichen Fans der Neustädter sorgten für einen wahren Hexenkessel und so wurden die letzten Minuten dieses spannenden Spiels noch weiter angeheizt.

Fünf Minuten vor Schluss nutze Centerverteidiger Tobias Hahn eine Kontersituation und glich auf 8:8 aus. Keine zwei Minuten später schaffte es Neustadts bester Torschütze Mongrell den erneuten Führungstreffer zu erzielen.
In der letzten Spielminute nahm daraufhin Trainer Reimann sein letztes Time Out. Nur 29 Sekunden vor dem Schlusspfiff zauberte Kapitän Ilja Scerbinin mit dem Rücken zum Tor stehend und mit zwei Verteidigern auf der Schulter den Ball über den Kopf des Tormanns hinweg ins Netz der Gastgeber. Mit diesem Treffer wurde Scerbinin auch gleichzeitig bester Torschütze auf Seiten Friedbergs. Der letzte Angriff Neustadts scheiterte an der starken Verteidigung der Kreisstädter und nun gab es für die Spieler kein halten mehr. Am Ende stand ein wohlverdientes 9:9.

Trainer Reimann nach dem Spiel: ?Nach diesem Spielverlauf geht ein 9:9 völlig in Ordnung. Das verdanken wir vor allem unserem Kampfgeist und der fantastischen Teamleistung. Hier hat zu keinem Zeitpunkt jemand das Spiel aufgegeben, sondern wir haben alles in die Waagschale geworfen. Auch unsere Youngsters haben sich wieder super ins Team eingefügt. So darf es weiter gehen.?

Artikel vom Montag, 12. November 2018 - Author: Nils Peil








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